Welche Schreiner nennt die KI in München?

Wer in München einen Einbauschrank oder eine Küche nach Maß sucht, fragt immer öfter einen KI-Assistenten statt einer Suchmaschine. Eine Messung vom 29.09.2026 zeigt, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen: ChatGPT, Gemini und Perplexity wurden zehn typische Kundenfragen zu Tischlern und Schreinern in München gestellt, jede Frage achtmal. In den 80 Antworten kamen 112 verschiedene Betriebe vor.

KI-Empfehlungen für Schreiner München

Jeder Dienst nennt andere Betriebe

Eine feste Rangliste gibt es nicht. Über alle fünf Orte, in denen Tischlereien gemessen wurden, nannten alle drei Dienste nur 7 Prozent der Betriebe gemeinsam, die bei einer Frage überhaupt vorkamen. Auch derselbe Dienst antwortet nicht zweimal gleich: Stellt man ChatGPT dieselbe Frage am selben Tag noch einmal, stimmen die genannten Betriebe nur zu 27 Prozent überein, bei Gemini zu 47 und bei Perplexity zu 76 Prozent. Diese Werte gelten für alle zehn gemessenen Branchen zusammen.

Worauf sich die Antworten in München stützen

Neben den Websites der Schreinereien zitierten die Dienste vor allem Portale. In München waren das:

  • houzz.de in 33 von 80 Antworten
  • werkenntdenbesten.de in 23 Antworten
  • stilpunkte.de in 20 Antworten
  • dasoertliche.de und gelbeseiten.de in je 10 Antworten

Die eigene Website bleibt trotzdem die wichtigste Quelle: In 80 Prozent der Antworten zu Tischlereien wurde die Website eines genannten Betriebs zitiert. Fragt jemand nach einer bestimmten Leistung, etwa Holzfenstern oder dem Restaurieren alter Möbel, sind es über alle Branchen 94 Prozent.

Was das für Münchner Betriebe heißt

Wer sich einmal selbst sucht und nicht findet, hat wenig erfahren, denn die nächste Antwort kann anders aussehen. Die Zahlen sprechen dafür, jede Leistung auf der eigenen Website klar zu beschreiben und die Einträge in den genannten Portalen aktuell zu halten. Ob das die Nennung tatsächlich erhöht, hat die Messung nicht geprüft; sie beschreibt nur, was die Dienste an einem Tag geantwortet haben.

Woher die Zahlen stammen

Die Zahlen stammen aus der Breitenmessung KI-Sichtbarkeit 2026 des Projekts geo-evidenz: zehn Branchen in 32 deutschen Orten, 4.000 Antworten, gemessen über die Programmierschnittstellen der Dienste mit eingeschalteter Websuche. Wer mehr wissen möchte, findet Bericht und Daten frei zugänglich bei Zenodo:

Hinweis: Dieses Magazin und das Messprojekt geo-evidenz haben denselben Betreiber, Robert Fischer (FischerNetzDesign). Stand: Oktober 2026.